Deinen Hund wiegen klingt einfach – bis du es tatsächlich versuchst. Du willst ein Futteröl dosieren oder eine Wurmkur geben, und plötzlich steht da: pro 10 kg Körpergewicht. Nur: Wie viel wiegt dein Tier eigentlich? Beim letzten Tierarztbesuch wurde gewogen, aber das ist Monate her.
Die gute Nachricht: Deinen Hund wiegen oder deine Katze auf die Waage bekommen ist einfacher, als du denkst. In diesem Ratgeber findest du vier bewährte Methoden – darunter auch Wege, ohne eigene Tierwaage auszukommen. Außerdem: Eine Gewichtstabelle beliebter Hunderassen, einen Body Condition Score zum Selbst-Check und den direkten Weg zu unserem Futterölrechner für die exakte Dosierung.
Warum du deinen Hund regelmäßig wiegen solltest
Das Gewicht deines Hundes ist mehr als eine Zahl auf der Waage. Es ist die Grundlage für nahezu jede gesundheitliche Entscheidung:
- Medikamente und Wurmkuren werden nach Körpergewicht dosiert. Eine Abweichung von wenigen Kilo kann die Wirkung beeinflussen oder Nebenwirkungen auslösen.
- Futteröle und Nahrungsergänzung – ob Lachsöl, Schwarzkümmelöl oder eine Mischung wie DAILYSTARS – brauchen eine genaue Dosierung. Bei einem 30-kg-Hund macht eine Fehleinschätzung von 5 kg bereits einen Unterschied von rund 2,5 ml Öl pro Tag.
- Gewichtsveränderungen erkennen: Schleichende Zunahme oder Abnahme fällt im Alltag kaum auf. Regelmäßiges Wiegen macht Veränderungen sichtbar – und kann ein Frühwarnsignal für Krankheiten sein.
- Futtermenge berechnen: Die Angaben auf Futterverpackungen basieren auf dem Körpergewicht. Stimmt die Grundlage nicht, stimmt die ganze Berechnung nicht.
Übrigens: Laut Bundestierärztekammer ist rund jeder zweite Hund in Deutschland zu schwer. Bei Katzen sieht es ähnlich aus. Regelmäßiges Wiegen ist deshalb keine Pedanterie, sondern aktive Gesundheitsvorsorge.
Hund wiegen: 4 Methoden für zu Hause
Nicht jeder hat eine Tierwaage daheim – und das brauchst du auch nicht. Hier sind vier Methoden, mit denen du deinen Hund wiegen kannst, ohne teure Ausrüstung.
1. Hund auf der Personenwaage wiegen: Die Differenzmethode
Die beliebteste Methode, um einen Hund zu Hause zu wiegen – schnell, kostenlos und erstaunlich genau:
- Stell dich allein auf die Personenwaage und notiere dein Gewicht.
- Nimm deinen Hund auf den Arm und stell dich erneut auf die Waage.
- Ziehe dein Gewicht vom Gesamtgewicht ab – die Differenz ist das Hundegewicht.
Beispiel: Du wiegst 68 kg. Mit Hund zeigt die Waage 80 kg. Dein Hund wiegt also 12 kg.
Genauigkeitstipp: Wiederhole die Messung 2–3 Mal und nimm den Durchschnitt. Digitale Personenwaagen schwanken manchmal um 200–500 g.
2. Hund wiegen ohne Waage? Die Kofferwaage-Methode
Du kannst deinen Hund nicht hochheben? Kein Problem. Eine Kofferwaage (auch Gepäckwaage, ab ca. 10 €) löst das Problem:
- Lege ein stabiles Handtuch oder eine breite Schlinge unter den Bauch deines Hundes.
- Hake die Kofferwaage am Handtuch ein.
- Hebe langsam an, bis alle vier Pfoten den Boden verlassen.
- Lies das Gewicht ab, sobald die Anzeige stabil ist.
Diese Methode funktioniert erstaunlich gut – auch bei großen Hunden über 30 kg, die du nicht auf den Arm nehmen kannst. Die meisten Hunde bleiben dabei ruhig, weil sie den sicheren Halt des Tuchs spüren.

3. Hund wiegen lassen: Beim Tierarzt oder bei Fressnapf
Viele Tierarztpraxen erlauben es, kurz zum Wiegen vorbeizukommen – auch ohne Termin. Die geeichten Bodenwaagen dort sind die genaueste Option, besonders für ein verlässliches Referenzgewicht.
Gut zu wissen: Einige Fressnapf-Filialen und andere Zoofachgeschäfte haben ebenfalls Tierwaagen aufgestellt. Einfach beim nächsten Einkauf fragen. Das kostet nichts und dauert keine Minute.
4. Paket- oder Babywaage – ideal für kleine Hunde
Wenn du eine Paketwaage (bis 30–50 kg) oder Babywaage hast, setze deinen Hund einfach darauf. Bei unruhigen Hunden hilft ein flacher Karton oder eine Wanne als Unterlage – vorher das Behältergewicht mit der Tara-Funktion abziehen. So kannst du auch kleine Hunde grammgenau wiegen.
Katze wiegen: 3 Tricks, die wirklich funktionieren
Katzen auf eine Waage zu bekommen ist eine Disziplin für sich. Stillsitzen? Fehlanzeige. Hier sind drei erprobte Tricks zum Katze wiegen, die auch bei widerspenstigen Samtpfoten klappen.
Trick 1: Die Arm-Methode (Differenzmethode)
Funktioniert genauso wie beim Hund wiegen: Erst dich allein auf die Waage stellen, dann mit Katze auf dem Arm. Da Katzen selten mehr als 5–6 kg wiegen, brauchst du allerdings eine digitale Waage mit 100-g-Schritten – analoge Waagen sind zu ungenau für so leichte Tiere.
Trick 2: Die Transportbox-Methode
Die stressärmste Variante, besonders für Katzen, die sich ungern festhalten lassen:
- Leere Transportbox auf die Waage stellen und das Gewicht notieren (oder Tara drücken).
- Katze in die Box setzen – Deckel zu.
- Erneut wiegen. Die Differenz ist das Katzengewicht.
Tipp: Wenn deine Katze die Transportbox hasst, leg ihr Lieblings-Leckerli oder ein getragenes T-Shirt hinein. Manche Katzen gehen dann freiwillig rein.
Trick 3: Küchenwaage für Kitten
Für Kitten und sehr kleine Katzen reicht eine gute digitale Küchenwaage (bis 10–15 kg). Schüssel drauf, Tara drücken, Kätzchen reinsetzen. Bei Kitten unter 12 Wochen ist das die genaueste Methode, weil jedes Gramm zählt.

Welpen und Kitten richtig wiegen
Bei Jungtieren ist regelmäßiges Wiegen besonders wichtig. Welpen sollten in den ersten Lebenswochen täglich gewogen werden, danach wöchentlich bis zum Alter von etwa 6 Monaten. Kitten entwickeln sich noch schneller – hier empfiehlt sich ebenfalls tägliches Wiegen in den ersten 4 Wochen.
Warum das so wichtig ist: Stagnierendes oder sinkendes Gewicht bei Welpen kann auf Krankheiten, Parasitenbefall oder Unterversorgung hinweisen. Je früher du das erkennst, desto schneller kannst du reagieren.
Praktischer Tipp: Lege ein kleines Notizbuch neben die Waage und trage das Gewicht mit Datum ein. So siehst du auf einen Blick, ob die Gewichtskurve stimmt. Sobald dein Welpe sein Erwachsenengewicht erreicht hat, kannst du auf monatliches Wiegen umsteigen.
Wie oft solltest du deinen Hund wiegen?
Die kurze Antwort: Öfter, als du denkst. Die lange Antwort hängt vom Lebensabschnitt ab:
| Lebensphase | Wie oft wiegen? | Warum? |
| Welpen / Kitten | Wöchentlich | Wachstumskontrolle |
| Erwachsene Tiere | Alle 1–2 Monate | Veränderungen frühzeitig erkennen |
| Senioren (ab 7–8 J.) | Monatlich | Gewichtsverlust als Krankheitszeichen |
| Bei Diät | Wöchentlich | Fortschritt kontrollieren |
| Vor Medikamenten/Ölen | Immer aktuell | Korrekte Dosierung sicherstellen |
Wichtig: Wiege immer zur gleichen Tageszeit und unter ähnlichen Bedingungen – am besten morgens vor dem Füttern. So bekommst du vergleichbare Werte. Gerade bei der Lachsöl-Dosierung macht ein aktuelles Gewicht einen echten Unterschied.
Wie schwer ist mein Hund? Gewichtstabelle nach Rasse
Falls du gerade keine Waage zur Hand hast, helfen diese Durchschnittsgewichte beliebter Hunderassen als Orientierung. Beachte aber: Jeder Hund ist individuell. Geschlecht, Alter, Kastration und Aktivitätslevel beeinflussen das Gewicht. Die Tabelle ersetzt kein tatsächliches Wiegen – nutze sie als Anhaltspunkt, um einzuschätzen, ob du deinen Hund wiegen lassen solltest.
| Rasse | Gewicht Rüde | Gewicht Hündin |
| Chihuahua | 1,5–3 kg | 1,5–2,5 kg |
| Yorkshire Terrier | 2–3,5 kg | 2–3 kg |
| Jack Russell Terrier | 6–8 kg | 5–7 kg |
| Beagle | 10–12 kg | 9–11 kg |
| Cocker Spaniel | 13–15 kg | 12–14 kg |
| Border Collie | 16–20 kg | 14–18 kg |
| Australian Shepherd | 25–32 kg | 18–25 kg |
| Labrador Retriever | 29–36 kg | 25–32 kg |
| Golden Retriever | 30–34 kg | 25–30 kg |
| Deutscher Schäferhund | 30–40 kg | 22–32 kg |
| Rottweiler | 43–60 kg | 36–48 kg |
| Berner Sennenhund | 38–50 kg | 36–45 kg |
| Deutsche Dogge | 54–90 kg | 45–59 kg |
Gewichtstabelle Katze
Bei Katzen variiert das Gewicht stärker nach Rasse als viele denken. Auch hier gilt: Das aktuelle Gewicht zu kennen ist wichtig – besonders für die korrekte Futteröl-Dosierung.
| Rasse | Durchschnittsgewicht |
| Europäisch Kurzhaar | 3,5–5 kg |
| Siamkatze | 3–5 kg |
| Perserkatze | 3,5–7 kg |
| Britisch Kurzhaar | 4–8 kg |
| Bengal | 4–7 kg |
| Norwegische Waldkatze | 5–9 kg |
| Maine Coon | 6–12 kg |
Wichtig: Eine Maine Coon mit 9 kg kann normalgewichtig sein, während eine Europäisch Kurzhaar mit 6 kg bereits deutliches Übergewicht hat. Das Gewicht allein sagt noch nicht alles – deshalb lohnt sich ergänzend der Body Condition Score.

Übergewicht erkennen: Der Body Condition Score für Hunde und Katzen
Der Body Condition Score (BCS) ist ein einfaches System, mit dem du visuell und durch Abtasten beurteilen kannst, ob dein Tier Ideal-, Über- oder Untergewicht hat. Tierärzte weltweit nutzen ihn – und du kannst ihn auch zu Hause anwenden, direkt nachdem du deinen Hund gewogen hast.
Die gängigste Skala reicht von 1 bis 9:
| BCS | Bewertung | Was du siehst und fühlst |
| 1–3 | Untergewicht | Rippen, Wirbelsäule und Hüftknochen deutlich sichtbar. Wenig bis keine Fettabdeckung. Taille von oben stark eingezogen. |
| 4–5 | Idealgewicht | Rippen leicht fühlbar unter dünner Fettschicht. Taille von oben erkennbar. Bauch von der Seite leicht hochgezogen. |
| 6–7 | Übergewicht | Rippen nur mit Druck fühlbar. Taille kaum noch erkennbar. Fettpolster am Rücken und Schwanzansatz. |
| 8–9 | Adipositas | Rippen nicht mehr fühlbar. Deutliche Fettpolster an Hals, Rücken, Bauch. Taille nicht vorhanden. Bauch hängt. |
Profi-Tipp: Kombiniere den BCS mit dem tatsächlichen Gewicht. Ein Labrador mit 38 kg und BCS 7 hat eindeutig Übergewicht. Derselbe Labrador mit 32 kg und BCS 5 ist topfit. Gewicht + BCS zusammen geben dir das vollständige Bild.

Hund wiegen für die richtige Futteröl-Dosierung
Jetzt wird es praktisch. Denn der häufigste Grund, warum Tierbesitzer ihren Hund wiegen, ist die korrekte Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln, Futterölen oder Medikamenten.
Bei Futterölen gilt die Faustregel: ½ bis 1 Teelöffel pro 10 kg Körpergewicht täglich. Das klingt einfach – aber bei falscher Gewichtseinschätzung geht die Rechnung schnell nicht auf:
- Ein 8-kg-Hund braucht ca. 2,5 ml Lachsöl. Schätzt du ihn auf 14 kg, gibst du fast doppelt so viel – und riskierst weichen Stuhl.
- Bei Schwarzkümmelöl wird in Tropfen dosiert (2–15 Tropfen je nach Größe). Hier zählt jedes Kilo.
- Eine 4-kg-Katze braucht nur ¼ Teelöffel – eine 6-kg-Katze schon ½. Diese 2 kg machen einen spürbaren Unterschied.
Tipp: Sobald du das aktuelle Gewicht kennst, kannst du mit unserem Futterölrechner die exakte Tagesmenge berechnen – für jedes einzelne Öl im MISTERKINGS Sortiment.
Häufige Fragen: Hund wiegen und Katze wiegen
Nutze die Differenzmethode: Dich allein wiegen, dann mit Hund auf dem Arm. Alternativ den Leckerli-Trick: Ein Lieblings-Leckerli auf den Boden der Waage legen. Während dein Hund frisst, kurz ablesen. Bei sehr großen, unruhigen Hunden funktioniert die Kofferwaage-Methode am besten.
Bei den meisten Tierärzten kannst du auch ohne Termin kurz zum Wiegen vorbeikommen. Einige Zoofachgeschäfte wie Fressnapf haben ebenfalls Tierwaagen aufgestellt – einfach beim nächsten Besuch nachfragen. Das kostet nichts.
Auf 1–2 kg genau reicht für die meisten Futteröle wie Lachsöl oder Hanföl aus. Bei konzentrierten Ölen wie Schwarzkümmelöl, die in Tropfen dosiert werden, lohnt sich ein möglichst exaktes Gewicht – besonders bei kleinen Hunden unter 10 kg und bei Katzen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Ölen bei Juckreiz.
Am besten morgens vor dem Füttern. So bekommst du ein konsistentes Gewicht ohne schwankende Futtermengen im Magen. Am wichtigsten ist aber, dass du immer unter den gleichen Bedingungen wiegst – gleiche Tageszeit, gleiche Waage.
Wenn dein Hund oder deine Katze ohne erkennbaren Grund mehr als 10 % des Körpergewichts verliert oder zunimmt, solltest du den Tierarzt aufsuchen. Bei einer 5-kg-Katze wäre das schon ab 500 g relevant. Bei einem 30-kg-Hund ab 3 kg.
Ja, mit der Differenzmethode funktioniert das sehr gut – solange du deinen Hund tragen kannst. Digitale Personenwaagen sind genau genug. Für sehr schwere Hunde, die du nicht heben kannst, nutze die Kofferwaage-Methode oder die Waage beim Tierarzt.
Der stressärmste Weg: Transportbox auf die Waage stellen, Gewicht notieren, Katze rein, nochmal wiegen. Viele Katzen fühlen sich in der geschlossenen Box sicherer als auf einer offenen Waage. Falls deine Katze die Box hasst, probiere ein Lieblings-Leckerli als Köder oder wiege sie mit der Arm-Methode.
Fazit: Hund wiegen – Gewicht kennen, richtig dosieren
Deinen Hund wiegen oder deine Katze auf die Waage bekommen dauert keine Minute – und gibt dir die Sicherheit, Futteröle, Medikamente und Ergänzungsmittel korrekt zu dosieren. Ob mit der Differenzmethode, der Kofferwaage oder beim Tierarzt: Hauptsache, du hast ein aktuelles Gewicht.
Die Kombination aus regelmäßigem Wiegen und dem Body Condition Score macht dich zum Experten für die Gesundheit deines Vierbeiners. Und für die exakte Futterölmenge brauchst du danach nur noch eine Zahl einzugeben:
→ Jetzt Futterölrechner nutzen und die optimale Dosierung berechnen.


